Eine Urne umbetten – Kosten und Gesetzliches

Was kostet es eine Urne umzubetten? Was sagt das Gesetz dazu? Fragen wie diesen wollen wir hier auf den Grund gehen.

Umbettung während der Ruhezeit

Gleich zu Beginn: Wenn der Verstorbene vor der eigentlichen Beerdigung an einen anderen Ort transportiert wird, handelt es sich um eine Überführung an den Bestattungsort und nicht um eine Umbettung! Von einer Urnenumbettung spricht man erst, wenn die Urne bereits beigesetzt wurde.
Grundsätzlich unterliegt ein Urnengrab einer gesetzlichen Ruhezeit. Das bedeutet, dass die Urne innerhalb dieser Zeit in diesem Grab verweilen soll. Je nach Bundesland variieren diese Ruhezeiten. Auch machen manche Friedhöfe Unterschiede untereinander. Zudem ist die Ruhezeit für ein Urnengrab kürzer als für einen Sarg. Das liegt vor allem daran, dass hier die Zersetzungszeit im Allgemeinen kürzer ist. Eine Umbettung während der Ruhezeit ist möglich mittels einer amtlichen Genehmigung. Das Gesundheitsamt richtet sich bei seiner Entscheidung vor allem nach dem § 15 des Gesetzes über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen (BestattG) vom 08.12.2005 (Nds. GVBl. S. 381). Entscheidend für die Totenruhe und die Berechtigung einer Umbettung ist vor allem der Wille des Verstorbenen. Das Gesetz schützt sozusagen die Achtung vor dem verstorbenen Menschen.

Nach dem Ablauf der vorgeschriebenen Ruhezeit können Wahlgräber in der Regel verlängert werden, wenn dies von den Angehörigen beantragt wird. Ist dies nicht der Fall, wird die Grabstelle aufgelöst und neu vergeben. Die Hinterbliebenen müssen im Übrigen sowohl für die Kosten der Auflösung als auch einer Umbettung aufkommen.

Abschied trauerfeier

Kosten für die Umbettung einer Urne

Die Kosten für Umbettungen einer Urne richten sich üblicherweise nach den Gebührensatzungen der jeweiligen Friedhöfe. Im Allgemeinen sind die Kosten einer Umbettung eines Sarggrabes deutlich höher als bei einer Urne. Hier können Sie mit 1.000 bis 3.000 Euro rechnen. Die Urnenumbettungen kosten zwischen ein paar Hundert bis 1.000 Euro. Bei einer Umbettung in einen anderen Ort müssen Sie mit zusätzlichen Kosten für die Überführung und die Beisetzung auf dem neuen Friedhof rechnen.

Wo beantrage ich eine Umbettung?

Wie bereits weiter oben angedeutet erfordert eine Urnenumbettung einen Antrag. Dieser kann bei der zuständigen Friedhofsverwaltung gestellt werden und muss zusätzlich auch vom Ordnungsamt und dem Gesundheitsamt abgesegnet werden. Da es sich bei der Umbettung einer Urne um eine Störung der Totenruhe handelt, müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dem Antrag stattgegeben wird. Vor allem wird hierbei das Bestattungsgesetz sowie die geltende Friedhofsordnung herangezogen. Den Antrag stellt der Verfügungsberechtigte über das Grab.

Gründe für eine Umbettung

Oftmals sind familiäre Gründe Anlass für eine Urnenumbettung. Etwa wenn Hinterbliebene den Wunsch haben, den Verstorbenen an einem anderen Ort zu bestatten, da die Familie in eine andere Stadt umgezogen ist und so die Pflege der bestehenden Grabstätte unzumutbar wäre. Aber auch die Integration von Familienangehörigen in einem Familiengrab, kann Anlass für die Umbettung einer Urne sein.

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