Urnen und Gräber – was muss ich für den Friedhof beachten

Urnen und Urnengräber

Ein Urnengrab ist ein Grabplatz auf einem Friedhof, in dem die Urne beigesetzt wird. Ähnlich wie bei einer normalen Sargbestattung wird ein Grabfeld für die Bestattung auf dem Friedhof zugewiesen(Reihengrab) oder ausgewählt(Wahlgrab).  

 
Die Urne mit der Asche wird üblicherweise an Seilen in die ausgehobene Vertiefung eingelassen. Naturgemäß sind die Urnengräber kleiner als die Gräber  für Körperbestattungen. Durch den reduzierten Platzaufwand sind diese Urnengräber auch häufig preisgünstiger als Gräber für Körperbestattungen. Allerdings haben manche Friedhöfe die erhöhte Nachfrage zum Anlass genommen und die Urnengräber preislich den Sarggräbern angepasst.

 

 

 

Urnengrab und Liegezeit – Biournen und nicht organische Urnen

Zusätzlich zum reduzierten Platzbedarf ist meist auch eine reduzierte Liegezeit für Urnengräber vorgesehen. Im Gegensatz zu einer Körpererdbestattung ist die Liegezeit jedoch nicht an den Verwesungsprozess angepasst. Dies ist besonders für die (metallischen) Aschekapseln und metallischen/keramischen Schmuckurnen relevant. Bei diesen und anderen nicht biologisch abbaubaren Komponenten reicht die vorgesehene Liegezeit nicht aus, um das Gefäß vollständig aufzulösen.

Viele Friedhöfe verlangen daher eine biologisch abbaubare Urne. Eine Bio Urne, eine Holzurne oder ähnliches. Dies stellt sicher, dass die Urne vollständig aufgelöst ist bevor die Liegezeit abläuft.

 

Kosten eines Urnengrabes – auch die Grabpflege beachten

Bei einer ganzheitlichen Betrachtung der Kosten sind nicht nur die einmaligen Bestattungskosten zu beachten(Urne, Bestatter, Urnengrab), sondern auch die Kosten der Langzeitpflege.

Je nach Aufwand und Anspruch können über die Liegezeit schnell etliche tausend Euro für die Grabpflege zusammenkommen.  Daher bieten viele Bestatter nun auch „Natur“ Bestattungen oder Waldbestattungen an, bei denen eine Pflege nicht notwendig ist.

Diese Entscheidung ist aber eine sehr individuelle. Um eine Idee für einen normalen Kostenaufwand zu bekommen sind im folgenden einige Gräberpreise, beispielhaft aus Freiburg aufgelistet.  Bitte beachten Sie, dass diese Preise nur als Anhaltspunkt dienen können.

 

Erdbestattung  
Grundgebühr 960€
Tieferlegung 151€
Reihengrab (15 Jahre) 451€
Rasenreihengrab (15 Jahre) 863€
Wahlgrab je Einzelplatz und Jahr 65€
Wahlgrab je Doppelplatz und Jahr 131€
   
Feuerbestattung  
Urnenbeisetzung 161€
Reihengrab (15 Jahre) 347€
Reihengrab Anonym (15 Jahre) 553€
Wahlgrab je Einzelplatz und Jahr 62€
Baumfeld je Einzelplatz und Jahr 62€
Reihnebrag Baumfeld (15 Jahre) 759€

 Quelle: Friedhof Gebührenverordnung Freiburg

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Feuerbestattung von der Kremation zur Bio Urne

Geschichte der FeuerbestattungKremation Feuerbestattung Urne

Die Feuerbestattung ist eine Grundform der Bestattung und weist eine Reihe von Varianten des Umgangs mit der Asche auf, die beim Verbrennungsvorgang zurückbleibt.

Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam – in Deutschland ausschließlich in einem Krematorium – verbrannt. Neben der Erdbestattung ist die Feuerbestattung historisch schon lange weit verbreitet. In Mitteleuropa war die Verbrennung schon in der Bronzezeit eine gängige Bestattungsform.Mit dem Christentum und dem darin enthaltenen Glauben der leiblichen Auferstehung wurde die Feuerbestattung abgelehnt und nur noch bei Strafen in Form des Scheiterhaufens verwendet.

Die erste offizielle deutsche Verbrennung in der Neuzeit fand 1878 in Gotha statt. Aber erst 32 Jahre danach, 1906, wurde die Feuerbestattung auf deutschem Boden erlaubt.

Besonders nach der Wende erfreute sich die Feuerbestattung in Deutschland immer größerer Beliebtheit und mittlerweile ist die Feuerbestattung schon in vielen Regionen die primäre Bestattungsvariante.

Ablauf einer Kremation - Aschekapsel und Urne

In einem Krematorium wird der Leichnam in einem – meist einfachen – Sarg verbrannt. Eine Einäscherung nur mit einem Leichentuch ist nicht möglich.

Die Verbrennung findet heutzutage bei Temperaturen um 900 °C statt, die alle wesentlichen Teile des Körpers einäschert. Nach einem Aussiebevorgang, in dem Metallteile und Unbrennbares aussortiert werden, werden die Überreste zermalmt und anschießend in eine sogenannte Aschekapsel gefüllt. Die Aschekapsel dient nur der Aufbewahrung der Asche und wird meist versiegelt.

Dabei dient die Aschekapsel einem rein praktischen Nutzen. Zur Dekoration wir meist eine besondere Urne, eine Schmuckurne Verwendet in die die Aschekapsel eingelegt wird. Ohne die Asche wird in ein Tuch/Säcken umgefüllt und direkt in die Schmuckurne gegeben.

Nach der Einäscherung muss in Deutschland die Aschekapsel dem Bestattungsunternehmen übergeben werden. In Österreich und in der Schweiz ist es auch möglich die Asche privat abzuholen und die Urne mit nach Hause zu nehmen.

 

Wahl der Urne - Bio Urnen immer weiter verbreitet

Wird die Urne ins Erdreich verbracht ist meist eine Bio Urne erforderlich welche in der Vorgeschriebenen Liegezeit sich vollständig auflöst.

Je nach Friedhof können aber auch Metall Urnen oder Keramikurnen verwendet werden.

Mittlerweile hat sich der Markt für Bio Urnen aber soweit entwickelt das die meisten Urnen grundsätzlich Bio Urnen sind und damit die Materialfrage beim lokalen Friedhof nicht mehr von Relevanz ist.  

 

 

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