Was ist eigentlich eine Aschekapsel?

Urnen kennen ja viele Menschen, aber wie sie genau funktionieren und was für eine Bedeutung dabei die Aschekapsel spielt, ist nicht so geläufig. Wir beleuchten dieses Thema mal ganz genau und decken die Hintergründe auf.

Wie sieht eine Aschekapsel aus?

Offen Aschekapsel mit Asche

Aschekapsel mit Asche und Maßstab (Quelle Wikipedia)

Ein Normaschekapsel besteht aus Metall und hat einen Durchmesser von 16,5cm bei einer höhe von 21 cm. Versiegelt wird eine Aschekapsel mit einem gravierten Deckel wie er auf dem Bild zu sehen ist.

 

Vom Krematorium in die Urne - oder die Aschekapsel?

Nach dem Krematorium kommt die Asche des Verstorbenen in die Urne. Stimmt das wirklich? Nein, jedenfalls nicht, wenn es sich dabei um eine geläufige Bestattungsurne oder auch „Schmuckurne“ oder „Überurne“ genannt, handelt. Im Grunde läuft es derzeit so ab: Die Asche des Verstorbenen wird im Krematorium zusammen mit einem nummerierten Schamottstein in die Aschenkapsel gegeben. Diese wird anschließend versiegelt und auf dem Deckel wird der Name des Verstorbenen, seine Lebensdaten und der Name des Krematoriums vermerkt.

Diese Aschenkapsel ist also sozusagen bereits die Urne und kann beigesetzt werden. Das wird üblicherweise bei Sozialbestattungen auch so gehandhabt. Die Mehrheit der Hinterbliebenen verzichtet allerdings nicht auf eine Schmuckurne bzw. Bestattungsurne. Das ist dann jene Urnenform, die wir alle kennen und mit der eigentlichen „Urne“ verbinden. Vielen Hinterbliebenen ist die schlichte graue Aschekapsel einfach zu wenig und zu schmucklos. Gerade für Trauerfeiern oder öffentliche Beisetzungen ist eine Schmuckurne schon sehr viel schöner und würdiger für eben diesen Anlass.

Warum wird ein Schamottstein mit in die Aschekapsel gelegt?

Ein Schamottstein ist sozusagen nichts anderes als ein feuerfester Stein. Er dient dazu, den Verstorbenen auch nach der Einäscherung eindeutig identifizieren zu können. Vor der Einäscherung bekommt der Verstorbene eine Identifizierungsnummer, welche auch in das Krematoriumsregister eingetragen wird. Diese wird zusammen mit der Bezeichnung des Krematoriums auf den Schamottstein geprägt, welcher dann wiederum in oder auf den Kremationssarg gelegt wird. So kann die Asche – um Verwechslungsgefahr auszuschließen – auch im Nachhinein und Jahre später eindeutig dem Verstorbenen zugeordnet werden.
Der Schamottstein kann übrigens locker Temperaturen bis zu 1.300 Grad Celsius im Ofen aushalten. Schamottsteine sind üblicherweise aus dem Rohmaterial Ton. Sie sind kostengünstig und gut für die Gravur der Identifikationsnummer einsetzbar.

Kombiurnen - Aschekapsel und Schmuckurne

Eine Schmuckurnen sind auch mit der Aschekapsel in einem verbunden, quasi Kombiurnen, also die üblichen Aschekapseln mit Verzierungen und Verschönerungen. Hier kann von vornherein getrost auf den zusätzlichen Kauf einer Schmuckurne oder Überurne verzichtet werden. Allerdings haben sich diese Kombiurnen noch nicht recht durchgesetzt. Weder die Bestatter empfehlen diese, noch die Krematorien arbeiten gern damit. Das mag aus kommerziellen Gründen ebenso wie aus Gründen der Handhabung sein. Jedenfalls bleibt es noch offen, ob solch spezielle Aschekapseln die Zukunft der Urnenindustrie bedeuten.

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Vorsorge für den Todesfall - die eigene Bestattung planen

Wichtige Fragen sind niemals einfach, besonders wenn es um die wohl schwierigste Frage nach der eigenen Sterblichkeit geht. Was ist, wenn mir etwas zustößt? Was passiert, wenn die Operation schief läuft? Eine vorsorgliche Planung, auch für die eigene Bestattung, ist nicht einfach. Dennoch ist es eine gute Möglichkeit sicherzustellen, dass im Fall der Fälle auch der letzte Weg nach den eigenen Wünschen gestaltet wird. Dabei sind nicht nur organisatorische Fragen nach der Art der Bestattung und der Beisetzung zu klären, sondern auch ganz profane nach der Finanzierung.
In diesem Artikel wollen wir uns mit genau diesen Fragen, nach Vorsorge und den Kosten einer Bestattung beschäftigen.

Abschied trauerfeier

Eine gute Planung kann den Angehörigen den Abschied erleichtern

Sterbegeldversicherung – die Kosten einer Bestattung planen

Eine einfache Bestattung mit Sarg und Grabstein kann schnell mehr als 6.000€ kosten, mit Sonderwünschen kann es auch deutlich mehr werden. Viel Geld das nicht jeder sofort zur Verfügung hat. Eine Sterbegeldversicherung kann helfen diese Kosten besser zu verteilen, bzw. finanzielle Risiken abzufedern. Denn wer kennt schon seinen genauen Todestag? Ein langes Ansparen über viele Jahre ist unter Umständen gar nicht möglich. Genau aus dieser Ungewissheit heraus entscheiden sich viele Menschen für eine Sterbegeldversicherung, um eine finanzielle Vorsorge für den Todesfall zu treffen. Die Sterbegeldversicherung ist, ähnlich wie bei anderen Versicherungen, an eine sogenannte Aufbauzeit geknüpft, also einen Zeitraum –welcher erst einmal verstrichen sein muss, bis alle Leistungen in vollem Umfang zum Tragen kommen. Die Ausnahme bildet bei den meisten Anbietern der Unfalltod. Hier entfällt die Aufbauzeit und die Versicherungssumme wird vollständig ausbezahlt. Zudem unterziehen viele Anbieter einer Sterbegeldversicherung ihre Neukunden einer Gesundheitsprüfung, um den monatlichen Beitrag auszurechnen. Bevor Sie sich für eine Versicherung entscheiden ist ein Vergleich von Anbietern unbedingt anzuraten, da teilweise deutliche Beitragsunterschiede auftreten.

Vertragskriterien welche Sie in Betracht ziehen sollten:

  • Aufbauzeit
  • Alter einer möglichen Beitragsbefreiung (oft 65 Jahre)
  • Versicherungssumme
  • Beitragskosten

Eine Sterbegeldversicherung ist am besten geeignet für das langfristige Vorausplanen. Besonders für Ehepaare ist diese Form der Planung oft eine gute Variante.

Den Hinterbliebenen bleibt der volle Gestaltungspielraum der Bestattung. Eine genaue Planung der Bestattung wird hierbei nicht berücksichtigt, da diese gesondert geregelt werden muss. Daher bietet es sich für eine Bestattungsplanung an, sich von einem Bestatter beraten zu lassen.

Schaukel alleine Trauer Ehepaar

Gerade Ehepaare tun sich oft schwer sich einzugestehen das der Partner sterben könnte

Die Bestattung direkt beim Bestatter planen

Während die Sterbegeldversicherung eher langfristig gesehen abgeschlossen wird, gibt es auch die Möglichkeit beim Bestatter direkt seine Vorsorge für den Todesfall zu planen. Für eine Selbstbestimmung oder organisatorische Entlastung für die Hinterbliebenen ist diese Variante zu empfehlen. Die eigene Bestattung in Detail zu planen kann eine schwere Überwindung sein. Sie kann aber auch Sicherheit und Gewissheit geben und zusätzlich sicherstellen, dass die eigenen Wünsche und Vorstellungen beachtet werden. Zu empfehlen ist diese Variante besonders für Ehepaare. Die schwierigen Fragen wie „was hätte Sie gewollt?“ können direkt beantwortet werden. In machen Gemeinden kann auch ein Familiengrab für die gemeinsame letzte Ruhe im Voraus gebucht werden.

Wenden Sie sich an den Bestatter welchem Sie Vertrauen, bzw. an Ihren lokalen Bestatter und fragen Sie nach einem Termin. Heutzutage bieten alle guten Bestatter eine Vorsorgeplanung an.

Aber bei allem Vertrauen sollten Sie keine Vorauszahlungen an den Bestatter leisten, ohne entsprechenden Rahmenvertrag. Zu empfehlen ist eine Treuhand zwischenzuschalten. So dass im Falle der Insolvenz des Bestatters die geleisteten Zahlungen übertragbar bleiben.

Merkliste:

  • Familienmitglieder informieren und ggf. mit einbinden
  • Bestatter auswählen
  • Eventuelle Versicherungen / Zahlungen mit einer Treuhand absichern
  • Bestattungsform und Trauerfeier planen

 

Bestattungsformen – auch eine Frage der Vorsorge

Eine der ersten Fragen einer Bestattungsplanung ist die nach der Bestattungsform. Meistens reduziert sich der erste Schritt auf die Frage zwischen Erdbestattung und Feuerbestattung. Hinzu kommt die Seebestattung – eine besondere Form der Feuerbestattung.

Wer sich nun nicht entscheiden kann, der sollte es vielleicht mit einer Pro-Kontra-Liste versuchen. Diese könnte in etwa so aussehen:

Feuerbestattung vs. Erdbestattung

Folgende Punkte könnten für eine Feuerbestattung sprechen:

  1. Meist geringere Kosten im Gegensatz zur Erdbestattung.
  2. Weniger bis gar keine Grabpflege.
  3. Vielfältige Möglichkeiten der Aschebeisetzung.
  4. Mit einer Urne kann der Abschied einfacher sein.
  5. Ein Urnengrab kann bis zu vier Urnen von Familienmitgliedern aufnehmen.

Folgende Punkte könnten für eine Erdbestattung sprechen:

  1. Die Erdbestattung ist die christlich-traditionelle Bestattungsform.
  2. Unversehrtheit des Leichnams bis zur Beisetzung.
  3. Der Abschied ist emotionaler aber auch schwerer.

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Abschied mit einer eigenen Urnen Planen

Seebestattung oder Waldbestattung

Besondere Unterformen der Feuerbestattung sind die Seebestattung und die Waldbestattung. Bei der Seebestattung wird die Asche in eine spezielle Seeurne gefüllt, welche sich nach einiger Zeit im Meer zersetzt und damit die Asche freigibt.

Bei der Waldbestattung wird die Asche in eine biologisch abbaubare Urne (Biourne) oder eine Holzurne gefüllt und in einem speziellen Waldfriedhof beigesetzt. Oftmals wird hier auch von einer Baumbestattung gesprochen. Die Vorstellung, dass ein Baum aus der Asche der Verstorbenen erwächst, lässt vor allem bei den Hinterbliebenen etwas Liebevolles zurück.

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Das Testament – die Vorsorge für den eigenen Todesfall absichern

Zum Schluss ist noch das Testament zu erwähnen. Keine Vorsorge ist bindend und so kommt es vor, dass Angehörige manchmal, ungewollt oder vorsätzlich, die klar besprochenen Wünsche abändern. Ein Testament, welches auch die Bestattung mit einbezieht kann hier Abhilfe schaffen. Es bietet auch eine Möglichkeit den Hinterbliebenen mitzuteilen, dass eine Sterbegeldversicherung oder eine Bestattungsplanung getroffen wurde.

Wir würden dafür dringend einen Notar oder Anwalt empfehlen. Wer allerdings die Kosten scheut kann auch im Internet Vordrucke finden. Mit diesen Dokumenten sind nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihre Hinterbliebenen auf der sicheren Seite.

 

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